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Gear-Test

Wacaco Exagrind Pro-E im Test: Meine Handmühle für unterwegs

4 Min. Lesezeit

Exagrind Pro-E beim Wandern in Österreich: außen ablesbarer Mahlgrad, 69 Klicks pro Umdrehung und meine Einstellung um 37 mit der X-press58.

Auf einer Wanderung möchte ich den passenden Mahlgrad einmal finden und beim nächsten Kaffee direkt wiedersehen. Genau das macht die Wacaco Exagrind Pro-E für mich so angenehm: Ihre Einstellung lässt sich außen ablesen, ohne unter die Mühle schauen zu müssen.

Wir hatten sie beim Wandern in Österreich zusammen mit der MHW-3BOMBER X-press58 dabei. Ich habe den Espresso einmal eingestellt und unterwegs mit diesem Mahlgrad weitergearbeitet. Die Pro-E ist damit eine meiner liebsten Handmühlen für unterwegs geworden. Vor allem die Bedienung hat es mir angetan.

Transparenz: Wacaco hat mir die Exagrind Pro-E als Testmuster bereitgestellt. Hier beschreibe ich meine Erfahrungen mit der Mühle auf unserer Reise.

Wacaco Exagrind Pro-E Handmühle mit Kurbel und silbernem Einstellring
Mit dieser Handmühle haben wir den Kaffee für die X-press58 gemahlen.

Außenverstellung: mein größter Pluspunkt auf Reisen

Der silberne Einstellring sitzt oben am Gehäuse. Ein Blick reicht, um den Mahlgrad abzulesen. Zum Verstellen muss ich den Auffangbehälter nicht abschrauben und auch nicht unten am Mahlwerk nach der Einstellung suchen. Gerade wenn die Kaffeesachen neben einem im Gras liegen, finde ich das mega praktisch.

Bei meiner TIMEMORE C5 ESP sitzt die Verstellung unten. Mit dem äußeren Ring der Pro-E komme ich unterwegs leichter zurecht: Ich sehe meine Zahl, stelle bei Bedarf nach und finde beim nächsten Kaffee wieder dorthin zurück.

Das ist der eigentliche Vorteil für mich. Die Skala hilft sowohl beim ersten Einstellen als auch bei jeder weiteren Kaffeepause.

Außen ablesbare Mahlgradskala der Wacaco Exagrind Pro-E in der Hand
Die Zahlen sitzen außen am Einstellring. Ich kann meinen Mahlgrad ablesen, während ich die Mühle ganz normal in der Hand halte.

69 Klicks pro Umdrehung: wie viel Spielraum bleibt für Espresso?

Beim Einstellen meines Espressos hatte ich mit der Pro-E angenehm viel Spielraum. Ich konnte den Mahlgrad in kleinen Schritten korrigieren und mich so an den passenden Bezug herantasten. Im Vergleich zu meiner TIMEMORE und anderen Handmühlen, die ich unterwegs benutzt habe, gefiel mir das besonders gut.

So ist die Verstellung laut Wacaco aufgeteilt:

VerstellungHerstellerangabe
Klicks pro Umdrehung69
Gesamter Verstellbereich207 Positionen über drei Umdrehungen
Veränderung des Mahlwerksabstands pro Klickungefähr 14,5 Mikrometer
Espresso-Bereich in der Mahlgradübersicht0 bis 69

Für Espresso sieht Wacaco damit ungefähr die erste volle Umdrehung vor. Die beiden weiteren Umdrehungen führen in gröbere Bereiche für andere Brühmethoden. Für mich ist vor allem entscheidend, dass innerhalb des Espresso-Bereichs genug feine Schritte bleiben, um den Bezug einzustellen.

Meine Einstellung mit der X-press58: ungefähr 37

Mit den mitgenommenen Bohnen lag ich meistens um Einstellung 37. Das hat mit der X-press58 gut gepasst. Nachdem ich den Mahlgrad gefunden hatte, konnte ich unterwegs direkt damit weitermahlen und meinen Espresso ziehen.

Wenn ihr dasselbe Setup nutzt, ist die 37 ein Anhaltspunkt zum Einordnen meiner Erfahrung. Die passende Einstellung für eure Bohnen und eure Dosis müsst ihr selbst finden. Genau dabei hilft mir die gut sichtbare Skala: Ich kann eine Änderung nachvollziehen und wieder zu meiner vorherigen Einstellung zurückkehren.

Unser mobiles Espresso-Setup in Österreich

Bei unseren Wanderungen waren die Exagrind Pro-E, die MHW-3BOMBER X-press58 und eine kleine Waage dabei. Die Mühle lieferte den frisch gemahlenen Kaffee, die Bomber übernahm das Erhitzen des Wassers und den Bezug.

Dieses Zusammenspiel hat super funktioniert. Einmal eingestellt, hatte ich einen Ablauf, mit dem ich auch in den Bergen gut zurechtkam: Bohnen mahlen, das Sieb vorbereiten und den Kaffee ziehen. Die Mühle musste dafür vor allem leicht bedienbar sein und mir meine Einstellung wieder anzeigen. Beides hat die Pro-E für mich erfüllt.

X-press58 Espressomaschine und liegende Exagrind Pro-E mit silbernem Einstellring in den österreichischen Bergen
Kaffeepause in Österreich: die X-press58 rechts, die Exagrind Pro-E mit ihrem silbernen Ring vorne links.

Eine volle Füllung: bei mir ungefähr 18 Gramm

Die Waage hatte ich dabei. Mit unseren Bohnen hätte ich ungefähr aber auch ohne sie klarkommen können: Eine volle Füllung der Mühle ergab bei mir immer so um die 18 Gramm. Das passte für meinen mobilen Espresso und war unterwegs ein hilfreicher Anhaltspunkt.

Diese Menge bezieht sich auf meine Bohnen und meine Art zu befüllen. Wacaco gibt die maximale Kapazität mit ungefähr 24 Gramm an. Wenn ihr eure Dosis genau treffen möchtet, wiegt eure Füllung deshalb zunächst selbst nach. Für mich war es angenehm zu wissen, welche Menge ich auf unserer Reise ungefähr erwarten konnte.

Fazit: eine klare Empfehlung für mobilen Espresso

Die Exagrind Pro-E würde ich für so eine Reise wieder einpacken. Sie hat mit der Bomber gut zusammengearbeitet, ließ mir beim Einstellen des Espressos viel Spielraum und machte es leicht, den Mahlgrad wiederzufinden.

Wenn ihr eine Handmühle für unterwegs sucht und euch eine gut ablesbare Verstellung wichtig ist, kann ich die Pro-E klar empfehlen. Die außen sichtbare Einstellung ist für mich der stärkste Grund dafür. Beim Wandern in Österreich hat sich gezeigt, wie praktisch dieses Detail beim Benutzen ist.

Fazit

Wacaco Exagrind Pro-E