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Gear-Test

MHW-3BOMBER X-press58 im Test: Espresso beim Wandern in Österreich

6 Min. Lesezeit

Meine X-press58-Erfahrungen aus den Bergen: rund vier Bezüge mit kaltem Wasser, 58-mm-Sieb, gutes Zubehör und einfache Reinigung mit Papierfiltern.

Wir waren in Österreich wandern und hatten eine Espressomaschine dabei. Die MHW-3BOMBER X-press58 lag zusammen mit einer Handmühle und einer kleinen Waage im Gepäck. Frische Bohnen mahlen, kaltes Wasser direkt im Gerät erhitzen und unterwegs einen Espresso ziehen: Genau dafür wollte ich dieses Setup haben.

Nach der Reise gehört die Bomber für mich zu den besten portablen Espressomaschinen, die es aktuell gibt. Das liegt vor allem an drei Dingen: Sie erhitzt ihr Wasser selbst, arbeitet im vertrauten 58-mm-Format und lässt sich nach dem Kaffee überraschend einfach sauber machen. Ein kleines WDT-Tool hätte ich mir im Set noch gewünscht. Ansonsten hat das Paket für mich gepasst.

Transparenz: MHW-3BOMBER hat mir die X-press58 als Testgerät für diesen Review bereitgestellt. Hier beschreibe ich meine Erfahrungen mit dem Gerät auf Reisen.

MHW-3BOMBER X-press58 und Kaffeemühle bei einer Wanderpause in Österreich
Unser Setup beim Wandern in Österreich. Die X-press58 steht rechts, die Handmühle liegt vorne links.

Wasser erhitzen und Espresso beziehen: so lief es unterwegs

Das beste Feature der X-press58 ist für mich die eingebaute Heizung. Ich konnte kaltes Wasser mitnehmen und direkt in der Maschine erhitzen. Wenn man beim Wandern seinen Kaffee machen möchte, ist das unglaublich praktisch.

Die elektrische Pumpe übernimmt anschließend den Bezug. Das Kaffeemehl vorbereiten muss ich selbst: mahlen, im Sieb verteilen und tampen. Mit dieser Aufteilung bin ich gut zurechtgekommen. Die Bedienung ist übersichtlich, und auch die Einstellmöglichkeiten haben mir gefallen.

Laut Hersteller lässt sich die Temperatur einstellen. Für mich war entscheidend, dass ich auch draußen gut mit dem Gerät zurechtkam. Ich konnte mein Setup aufbauen und damit den Kaffee ziehen, den ich unterwegs haben wollte.

Akkulaufzeit: ungefähr vier Bezüge mit kaltem Wasser

Mit einer Akkuladung konnte ich ungefähr viermal Kaffee machen und das Wasser dafür jeweils von kalt auf heiß erhitzen. Das ist mein Erfahrungswert von unterwegs. Für unsere Kaffeepausen hat das gut funktioniert.

Wer eine längere Reise plant, sollte diese Größenordnung im Kopf behalten. Die Reichweite hängt auch davon ab, wie kalt das Wasser ist und welche Menge erhitzt wird. Meine vier Bezüge helfen mir beim Planen; sie sind keine feste Zusage für jeden Einsatz.

Espressozubereitung mit der MHW-3BOMBER X-press58 während einer Pause in den Bergen
Die Bomber war auf der Wanderung im Einsatz – inklusive Erhitzen des mitgebrachten Wassers.

58-mm-Sieb: vertraute Zubereitung im kleinen Format

Dass die Bomber auf 58 Millimeter ausgelegt ist, finde ich richtig nice. Das ist ein gängiges Format aus dem Espresso-Bereich, für das viel Zubehör verfügbar ist. MHW-3BOMBER nennt die Kompatibilität mit üblichen 58-mm-Sieben und entsprechendem Zubehör ausdrücklich.

Beim Vorbereiten fühlt sich das vertraut an: das gemahlene Kaffeemehl verteilen, tampen und den Bezug starten. Auch die leicht nach unten zulaufende Form des mitgelieferten Siebs hat mir gefallen. Damit kam ich bei der Zubereitung und Extraktion gut zurecht.

Zubehör: ein guter Tamper und alles zusammen in der Tasche

Der mitgelieferte Tamper hat mich positiv überrascht. Der ist für mich besser als manche Tamper, die Leute zu Hause benutzen. So etwas in einem portablen Set vorzufinden, ist klasse. Ich hatte auch unterwegs ein ordentliches Werkzeug zum Tampen dabei.

Die Tropfschale, die man unten drunterlegen kann, fand ich ebenfalls praktisch. Und die Maschine lässt sich zusammen mit ihrem Zubehör in der mitgelieferten Tasche verstauen. Die Sachen bleiben beieinander; vor der nächsten Kaffeepause muss ich sie nicht einzeln zusammensuchen.

Geöffnete Transporttasche der X-press58 mit Espressomaschine und verstautem Zubehör
Maschine und Zubehör zusammen verpackt: So bleibt das Set auf Reisen beieinander.

Papierfilter: weniger Arbeit nach dem Espresso

Die mitgelieferten Papierfilter gehören für mich zu den besten kleinen Details des Sets. Die Einlagen oben auf dem Kaffeepuck haben gut funktioniert. Für unterwegs finde ich sie sogar praktischer als einen wiederverwendbaren Puck Screen.

Nach dem Bezug konnte ich den Puck zusammen mit dem Papier herausnehmen und später im Müll entsorgen. Es blieb weniger Kaffeemehl oben am Gerät hängen, und ein zusätzlicher Metall-Screen musste auch nicht gereinigt werden. Wenn neben einem keine Spüle steht, merkt man den Unterschied.

Überhaupt war das Saubermachen einfacher, als ich es vorher erwartet hatte. Das hat viel zu meinem guten Eindruck beigetragen: Nach dem Kaffee ließ sich das Setup wieder gut einpacken. Für eine Maschine, die mit auf Wanderungen kommen soll, zählt das für mich genauso wie die Zubereitung.

Mein Setup in Österreich: Bomber, Handmühle und kleine Waage

Zur X-press58 hatten wir die Wacaco Exagrind Pro-E dabei. Deren Mahlgrad kann ich direkt außen ablesen. Ich habe sie einmal auf die mitgenommenen Bohnen eingestellt und unterwegs meistens ungefähr bei 37 genutzt. So konnte ich bei der nächsten Pause direkt wieder damit mahlen.

Eine kleine Waage war ebenfalls dabei. Mit unseren Bohnen hätte ich ungefähr auch ohne sie klarkommen können: Eine volle Füllung der Mühle waren bei mir immer so um die 18 Gramm. Das ist mein Anhaltspunkt von dieser Reise; bei anderen Bohnen kann die Menge anders ausfallen.

Mahlen mit der Pro-E, das Sieb vorbereiten, mit der Bomber Wasser erhitzen und den Espresso ziehen: Dieser Ablauf hat für uns in Österreich super funktioniert. Ich habe unterwegs gerne mit dem Setup Kaffee gemacht.

Wacaco Exagrind Pro-E mit außen liegender Mahlgradskala als Ergänzung zur X-press58
Die Wacaco Exagrind Pro-E war unsere Reisemühle. Ihre Einstellung lässt sich außen am silbernen Ring ablesen.

Mein Zubehörwunsch: ein kleines WDT-Tool

Ein kleines WDT-Tool hätte das Set für mich noch besser gemacht. Mit seinen feinen Nadeln lässt sich das Kaffeemehl vor dem Tampen verteilen. Dafür hätte mir unterwegs schon ein einfaches, kleines Werkzeug gereicht.

Das ist der Punkt, den ich beim Zubehör ergänzen würde. Mit Tamper, Tropfschale, Papierfiltern und Tasche war ansonsten schon viel von dem dabei, was ich auf der Reise gebraucht habe.

Pro

  • Erhitzt mitgenommenes kaltes Wasser direkt im Gerät
  • 58-mm-Format und übersichtliche Bedienung
  • Guter Tamper, praktische Tropfschale und gemeinsame Transporttasche
  • Papierfilter erleichtern die Reinigung unterwegs

Contra

  • Ein kleines WDT-Tool fehlt mir im Set
  • Bei mir ungefähr vier Bezüge mit Erhitzen pro Ladung; für längere Reisen Laden einplanen

Fazit: Die X-press58 kommt wieder mit

Ich würde die Bomber wieder einpacken. Das Erhitzen von kaltem Wasser macht sie für mich unterwegs so nützlich. Dazu kommen das 58-mm-Sieb, ein guter Tamper und die unkomplizierte Reinigung mit den Papierfiltern.

Wenn ihr auf Reisen frisch gemahlenen Espresso machen möchtet und das Wasser direkt in der Maschine erhitzen wollt, kann ich die X-press58 empfehlen. Zusammen mit der Exagrind Pro-E hat sie sich bei unseren Wanderungen in Österreich bewährt. Genau auf diese Erfahrung stützt sich mein positives Fazit.

Fazit

MHW-3BOMBER X-press58